IG DHS

Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz

Parallelimporte

Umsetzungshürden abbauen

Seit dem 1. Juli 2009 sind Parallelimporte von patentgeschützten Produkten mit Ausnahme von Medikamenten in der Schweiz gesetzlich erlaubt. Die Schweizer Detailhändler prüfen ihre Sortimente regelmässig auf mögliche Potenziale für Parallelimporte auch bei nicht patentgeschützten Produkten. Die praktische Umsetzung von Parallelimporten ist jedoch mit verschiedenen Hürden verbunden.

Noch immer zwingen internationale Markenartikelhersteller die Schweizer Detailhändler ihre Produkte bei einem Generalimporteur zu beziehen – und zwar oftmals zu höheren Einstandspreisen als die gleichen Produkte im Ausland an die Endkunden verkauft werden.  

Zudem erweist es sich als schwierig, auf dem Graumarkt genügend grosse Mengen in der nötigen Kontinuität zu beschaffen, um die Filialen flächendeckend und über einen längeren Zeitraum zu beliefern und damit konstant tiefe Preise anbieten zu können.

Gesetzliche Vorgaben erschweren Importe
Wenn parallelimportierte Produkte umetikettiert oder umgepackt werden müssen, verfällt der Preisvorteil aufgrund des zusätzlichen Aufwands. Parallelimporte machen derzeit nur aus den wenigen Ländern Sinn, welche ähnliche oder gleiche Vorschriften hinsichtlich Warnhinweise, der Sprache von Produktbeschriftungen etc. haben.

Die IG DHS setzt sich für weitere sinnvolle Liberalisierungsschritte ein. Für sie ist klar: Selbst punktuelle Parallelimporte haben eine positive Wirkung auf das Preisniveau in der Schweiz, da sie einen Hinweis auf das tatsächliche Preisniveau geben.

 

Teilrevision der Biozidprodukteverordnung: Stellungnahme der IG DHS

6. September 2013

Die Mitglieder der IG DHS begrüssen diese Teilrevision, da damit Handelshemmnisse abgebaut werden. Der Zugang von in Europa hergestellten Bioziden auf den Schweizermarkt vereinfacht sich, insbesondere werden Parallelimporte möglich.

Parallelimporte: Stand der Umsetzung im Detailhandel

22. Februar 2010

Seit dem 1. Juli 2009 sind Parallelimporte von patentgeschützten Produkten mit Ausnahme von Medikamenten in der Schweiz gesetzlich erlaubt. Die Schweizer Detailhändler prüfen regelmässig ihre Sortimente auf mögliche Potenziale für Parallelimporte auch bei nicht patentgeschützten Produkten, da die Einstandspreise in der Schweiz nach wie vor bei verschiedenen Produktgruppen höher sind. Die praktische Umsetzung von Parallelimporten ist jedoch noch mit verschiedenen Hürden verbunden.