IG DHS

Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz

OTC-Produkte

Liberalisierung des Verkaufs von rezeptfreien Heilmitteln

Die IG DHS setzt sich dafür ein, dass vermehrt rezeptfreie Medikamente ohne medizinische Fachberatung im Detailhandel angeboten werden können. Wenn Konsumentinnen und Konsumenten die Gelegenheit erhalten, solche unproblematische Heilmittel zu günstigen Konditionen zu erwerben, ist sowohl mit einer gesundheitsfördernden wie auch kostendämpfenden Wirkung zu rechnen.

Nicht rezeptpflichtige Heilmittel (sogenannte OTC-Produkte, von engl. «over the counter») kosten in der Schweiz wesentlich mehr als im Ausland. Der Grund für diese exorbitante Preisüberhöhung liegt vorab in der rigiden Abgaberegelung: In der Schweiz dürfen die meisten OTC-Produkte von Gesetzes wegen nur in Drogerien und Apotheken verkauft werden.

Die Schweiz hat im Vergleich zu den Nachbarländern heute die restriktivsten Abgabebedingungen bei OTC-Produkten. Viele Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten besorgen sich deshalb günstig und bequem die entsprechenden Heilmittel im ausländischen Detailhandel. 2012 gaben sie allein für OTC-Produkte 147 Mio. Franken jenseits der Schweizer Grenze aus.

Die IG DHS unterstützt deshalb eine Liberalisierung und Angleichung an die Regelung in EU-Ländern, wie sie dies schon bei den Parallelimporten und beim Cassis de Dijon-Prinzip getan hat.

 

Stellungnahme zur ordentlichen Revision des Heilmittelgesetzes

18. Februar 2010

Grundsätzlich möchten wir Ihnen beliebt machen, dass vermehrt rezeptfreie Medikamente ohne medizinische Fachberatung im Detailhandel angeboten werden können. Wenn Konsumentinnen und Konsumenten künftig die Gelegenheit erhalten, solche Heilmittel zu günstigen Konditionen zu erwerben, ist sowohl mit einer gesundheitsfördernden wie auch kostendämpfenden Wirkung zu rechnen.