IG DHS

Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz

Littering

Littering: Handel leistet entscheidenden Beitrag zur Lösung

Die Mitglieder der IG DHS engagieren sich gegen das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum. Sie unternehmen freiwillig grosse Anstrengungen gegen das Littering und setzen Massnahmen um, um Abfall zu vermeiden und Verpackungen zu optimieren.

Die Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz wehrt sich dagegen, dass der Handel einseitig für Littering verantwortlich gemacht wird. Letztlich handelt es sich hier um ein gesellschaftliches Problem, das als solches erkannt und behandelt werden muss. Der Detailhandel ist nicht Verursacher von Littering und wehrt sich deswegen gegen allfällige Litteringgebühren und -abgaben. Die IG DHS erachtet vielmehr partnerschaftliche Lösungen zwischen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand wie beispielsweise die «Litteringgespräche» in Basel als erfolgsversprechenden Weg, welche die unbestrittenen Probleme lösen können. Weiter engagiert sich die IG DHS finanziell über die IG Saubere Umwelt an Sensibilisierungskampagnen.

 

Vernehmlassung Littering - Pa. Iv Bourgeois

10. Juni 2015

Die IG DHS befürwortet eine Einführung von Littering-Bussen gemäss dem Änderungsvorschlag der UREK-N zum Umweltschutzgesetz. Ordnungsbussen sind ein verursachergerechtes Instrument, welches eine individuelle Verhaltenslenkung ermöglicht. Repression soll jedoch vor allem auf kommunaler Ebene durch kohärente Handlungen ergänzt werden. Dies betrifft insbesondere die Finanzierung von Präventions- und Reinigungsmassnahmen. 

Verhaltensökonomische Studie zu Littering in der Schweiz

28. April 2014

Litteringgebühren können zu mehr Littering führen. Das zeigt die Studie von FehrAdvice, die auf verhaltensökonomischen Grundsätzen erarbeitet wurde. Eine Litteringgebühr ist aus verhaltensökonomischer Sicht potentiell kontraproduktiv. Sie steigert die Bereitschaft zu littern, weil man dafür vorgängig einen Preis bezahlt. Damit könnten im Endeffekt die Kosten für Entsorgung von Abfall im öffentlichen Raum ansteigen. Des Weiteren kommt die Studie zur Erkenntnis, dass insbesondere die Situation (Zeit, Ort) und das soziale Umfeld, in welchem man sich zum Zeitpunkt des Litterns befindet, die Bereitschaft zu littern, beeinflussen. Hier finden Sie weitere Infos zur Studie. 

Littering - Abfall - Recycling: Fakten und Argumente des Detailhandels

30. Oktober 2013

Das schweizerische Recycling-System ist überaus erfolgreich: Die Schweiz weist im europäischen Vergleich bei der Sammlung fast aller Altwertstoffe rekordverdächtige Quoten aus. Trotz – oder gerade wegen – des erfolgreichen Umgangs der Schweiz mit dem Altstoffrecycling werden sowohl in den Kantonen als auch auf Stufe Bund immer wieder Vorstösse eingereicht, die neue gesetzliche Regelungen zur Reduktion von Abfall oder die Verstärkung der Recycling-Anstrengungen verlangen.

Argumentarium gegen die Motion de Buman (10.3850)

20. September 2012

Die IG DHS lehnt ein Plastiksackverbot ab weil, es keine ökologischen Vorteile bringt. Die bestehenden Entsorgungs- und Recyclingsysteme lösen die von der Motion genannten Umweltprobleme schon heute weitestgehend. Der Detailhandel bietet bereits heute ausreichend Alternativen zu «Gratis-Wegwerfplastiksäcken». Ausserdem würde der Offenverkauf von Früchten und Gemüsen mit der Motion praktisch verunmöglicht.

Argumentarium Littering

8. März 2012

Etwas mehr als die Hälfte der im öffentlichen Raum anfallenden Abfallstücke können Take-Away-Produkten zugeordnet werden. Vom Rest besteht ein Grossteil aus (Gratis-)Zeitungen und Flyern. Auch die IG DHS ist bemüht das Problem zu bekämpfen. Der Handel wird aber weiter darauf pochen, dass die Lösung dieses Problems nicht einseitig auf den Handel abgewälzt wird, sondern als gesellschaftliches Problem anerkannt und behandelt wird. Dennoch wird der Detailhandel weiterhin an seinem freiwilligen Engagement bei der Abfallentsorgung festhalten und somit einen entscheidenden Beitrag zur Lösung leisten.