IG DHS

Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz

Ladenöffnungszeiten

Ladenöffnungszeiten

Mit den veränderten Lebensgewohnheiten unserer Gesellschaft ändern sich auch die Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten was das Einkaufen anbelangt. Flexible Arbeitszeiten, längere Pendlerwege und veränderte Familienstrukturen führen dazu, dass Herr und Frau Schweizer ihre Einkäufe vermehrt am Abend tätigen. Auf diese Entwicklung weisen auch die Umsatzzahlen der Unternehmen der IG DHS deutlich hin.

Nicht in allen Kantonen ist es dem Detailhandel möglich, die Ladenöffnungszeiten nach den Kundenbedürfnissen auszurichten. Aus diesem Grund fordert die IG DHS Ladenöffnungszeiten werktags von 07:00 bis 20:00 in der ganzen Schweiz. Mit dieser massvollen Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten kann den Kundenbedürfnissen entsprochen werden ohne dass damit die Arbeitsbedingungen verschlechtert oder das Arbeitsgesetz tangiert werden.

Die Schweizer Detailhändler streben keine Öffnungszeiten rund um die Uhr an, sondern suchen Lösungen, welche dem veränderten Konsum- und Freizeitverhalten in der Schweiz angemessen Nachachtung verschaffen.

Weitere Informationen:

 

Medienmitteilung: Botschaft zum Bundesgesetz über die Ladenöffnungszeiten

20. November 2014

Bundesrat beschliesst eine pragmatische Optimierung der Ladenöffnungszeiten

Bern, 28.11.2014 – Die Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz (IG DHS) begrüsst die Botschaft zum Bundesgesetz über die Ladenöffnungszeiten, welche der Bundesrat heute verabschiedet hat. Die massvolle Gesetzesvorlage leistet einen Beitrag zu einem einheitlichen Binnenmarkt und stärkt den Schweizer Detailhandel gegenüber der Konkurrenz aus dem Ausland.

Die angestrebte Teilharmonisierung der Ladenöffnungszeiten trägt mit ihrem pragmatischen Ansatz sowohl dem föderalistischen Gedanken wie auch dem einheitlichen Binnenmarkt Rechnung. Die Vorlage, welche auf die Motion Lombardi zurückgeht, berücksichtigt zudem moderne Lebens-, Arbeits- und Konsumgewohnheiten.

Kantonale Souveränität bleibt erhalten

Die Teilharmonisierung der Ladenöffnungszeiten erlaubt es den Kantonen, die regionalen Besonderheiten weiterhin zu pflegen. So sind die Kantone frei, zum Beispiel abends längere Ladenöffnungszeiten zu gewähren.

Sonntag soll Ruhetag bleiben

Die IG DHS setzt sich für eine massvolle Anpassung der Öffnungszeiten ein. Sie begrüsst es deshalb, dass das neue Bundesgesetz über die Ladenöffnungszeiten die Sonntage nicht tangiert. Diese gelten weiterhin als Ruhetage.

Nutzen für die Schweizer Volkswirtschaft

Im grenznahen Ausland haben die Läden zum Teil bis um 22 Uhr geöffnet, was sie für Schweizer Kundschaft attraktiv macht. Mit der vorliegenden Gesetzesanpassung kann der Schweizer Detailhandel besser auf das Kundenbedürfnis nach längeren Öffnungszeiten am Abend eingehen und so dem Phänomen des zunehmenden Einkaufstourismus entgegenwirken. Nach jüngsten Schätzungen verliert der Schweizer Detailhandel pro Jahr mehr als 10 Milliarden Schweizer Franken oder 10% des gesamten Detailhandelsvolumens an Mitbewerber in den Nachbarländern. Die Folgen: Verluste bei Steuereinnahmen für Bund, Kantone und Gemeinden sowie gefährdete Arbeitsplätze im Detailhandel. Einheitliche Ladenöffnungszeiten tragen dazu bei den ökologisch bedenklichen interkantonalen und internationalen Einkaufstourismus zu vermindern.

Ladenöffnungszeiten: Positionspapier der IG DHS

12. März 2012

Die IG DHS setzt sich für eine pragmatische Ausdehnung und Optimierung der Ladenöffnungszeiten in der Schweiz ein. Die Schweizer Detailhändler streben dabei keine «amerikanischen» Verhältnisse mit Öffnungszeiten rund um die Uhr an, sondern suchen Lösungen, welche dem veränderten Konsum- und Freizeitverhalten in der Schweiz angemessene Nachachtung verschaffen.