IG DHS

Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz

Bessere Rahmenbedingungen im Binnenschienengüterverkehr auf der Ost-Westachse

28. April 2015

Die IG DHS verlangt gleich gute Rahmenbedingungen für den Binnengüterverkehr wie für den international orientierten alpenquerenden Transitschienengüterverkehr. Genügend Trassenkapazitäten vor allem auf der Ost-West-Achse müssen gesichert sein.
 
Aus diesem Grund befürwortet die IG DHS die Totalrevision des Gütertransportgesetzes. Bereits heute macht der Detailhandel ca. 20% des Schweizer Binnenschienengüterverkehrs aus. Die Mitglieder der IG DHS haben sich darüber hinaus das Ziel gesetzt, diesen Anteil durch vermehrte Verlagerung auf die Schiene noch weiter auszubauen. Aus diesem Grunde begrüssen wir es, dass die Vorlage den Binnengüterverkehr mit besseren Rahmenbedingungen versieht und die Mitglieder der IG DHS darin unterstützt, ihre Verlagerungsziele auch tatsächlich zu erreichen.

Unsere wichtigsten Anliegen zur Totalrevision des Schienengüterverkehrs:

 

  1. Ergänzung eines Monitoringartikels (Art. 4 neu GüTG): Die Mittel des Bundes an den Bau und die Erweiterung von Umschlagsanlagen für den kombinierten Verkehr und von Anschlussgleisen sind beschränkt. Ein Monitoring garantiert, dass diese Mittel zweckmässig und volkswirtschaftlich effizient eingesetzt werden.
     
  2. Einbezug und angemessene Finanzierung der Hafeninfrastrukturen (Art. 3 Abs. 3 GüTG und Art. 8 Abs. 7 GüTG): Die Vorlage muss einen gesamtheitlichen Ansatz verfolgen. Die heutige Logistik – auch jene der Mitglieder der IG DHS – ist multimodal und nutzt sämtliche Verkehrsträger: Schiene, Strasse, Luft und Wasser.
     
  3. Gewährung von Investitionsbeiträgen auch für die Erneuerung von Terminals (Art. 8 Abs. 1 GüTG): Investitionsbeiträge für die Erneuerung bestehender, gut genutzter Terminals erlauben es, diese gemäss dem aktuellen Stand der Technik zu modernisieren.
     
  4. Betriebsbeiträge für neue Angebote sind von drei auf fünf Jahre zu verlängern (Art. 9 Abs. 2 GüTG): Neue Angebote brauchen 3-5 Jahre, bis sie ausgelastet und wirtschaftlich erfolgreich sind. Bei einer zu kurzen Förderung besteht die Gefahr einer Rückverlagerung auf die Strasse.
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