IG DHS

Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz

Bericht des Preisüberwachers zur Frankenstärke und den Preisen: Gutes Zeugnis für den Schweizer Detailhandel

21. September 2012

Der Bericht des Preisüberwachers zeigt, dass die Schweizer Preise deutlich gesunken sind. Der Detailhandel hat hierzu über die blosse Weitergabe von Währungsgewinnen hinaus wesentlich beigetragen und Kostenvorteile an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben.

Der Schweizer Preisüberwacher Stefan Meierhans hat gestern (20. September 2012) seinen Bericht zu Frankenstärke und Preise vorgelegt. Im Bericht hat der Detailhandel ein gutes Zeugnis erhalten: Die Vorteile, die aufgrund des starken Frankens resultieren, hat der Detailhandel an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben. Damit werden jene Pauschalvorwürfe, die vor einem Jahr erhoben worden sind, durch Fakten widerlegt. Die Schweiz bleibt aber weiterhin eine Hochpreisinsel, nicht zuletzt weil gewisse Märkte abgeschottet sind. Der Detailhandel und der Preisüberwacher sind sich einig, dass hier die Politik gefordert ist.

Unterschiedliche Gründe für das Schweizer Preisniveau
Das im Vergleich zum benachbarten Ausland höhere Schweizer Preisniveau hat zwei komplett unterschiedliche Ursachen. Hier gilt es zwingend, die Preisentwicklungen in Folge der Frankenstärke und die währungsunabhängigen Preisunterschiede zu unterscheiden. Die Währungsvorteile hat der Detailhandel an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben.
Der Preisüberwacher erkennt aus Sicht der Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz (IG DHS) richtig, dass bei den Ursachen für die währungsunabhängigen Preisunterschiede, die mit zur Hochpreisinsel Schweiz beitragen, weiterer Handlungsbedarf besteht. Hier fordert der Detailhandel die Politik zu Massnahmen auf, damit Gesetze, die preistreibend sind, und technische Handelshemmnisse, die den Konsumenten kosten, abgebaut werden. Die Wettbewerbskommission muss die Kompetenz erhalten, gegen jene mächtigen Konsumgüterhersteller vorzugehen, die weiterhin versuchen, die höhere Schweizer Kaufkraft gezielt abzuschöpfen.

Ursachen der Hochpreisinsel Schweiz
Mit zur Hochpreisinsel Schweiz tragen Handelshemmnisse bei, die den Warenverkehr zwischen Schweizer Detailhändlern und ausländischen Herstellern beeinträchtigen. Auch der Preisüberwacher stellt fest, es gibt nach wie vor zu viele Handelshemmnisse, die den Wettbewerb behindern und damit marktgerechte Preise verhindern. Zu nennen ist unter anderem die Ausnahme von Produkten aus den Bestimmungen von Cassis de Dijon, die den freien Warenverkehr einschränken. Auch erschweren, respektive verhindern technische Handelshemmnisse wie das in der Schweiz zwingend anzugebende Produktionsland, die in der Schweiz geforderten mehrsprachigen Verpackungsangaben usw. trotz Einführung des Cassis-de- Dijon-Prinzips den Handel mit im Ausland erworbenen Produkten.

In der Kostendiskussion zu berücksichtigen ist zudem, dass der Wertschöpfungsanteil, der in der Schweiz anfällt, das Preisniveau von Produkten direkt beeinflusst. Qualität und Nähe haben ihren Preis. Preistreibende Faktoren in der Schweiz sind Miet-, Immobilienpreise, die höheren Schweizer Werbe-, Transport- und Logistikkosten – und nicht zuletzt die Lohnkosten, von denen am Ende die Schweizer Volkswirtschaft wiederum profitiert.


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